Über 2 Wochen lang bevölkerten täglich bis zu 1.000 Kinder von 7-14 Jahren die Kinderstadt "Mini-Salzburg" in der Salzburger Eishalle.
80 Betreuuern des veranstaltenden Vereins "Spektrum" halfen den Kinder, soviel wie möglich selbst zu organisieren.
Unter anderem waren auch 450 Arbeitsplätze täglich zu besetzen. Vom Friseursalon über das Restaurant bis zum Umweltamt oder auch verschiedensten Werkstätten, Fahrschule, Bibliothek und sogar Streitschlichtungsstelle gab es eine große Auswahl. Man kann durchaus schon von repräsentativen Dimensionen sprechen, um den Arbeitsmarkt in Mini-Salzburg mit der "wirklichen Welt" zu vergleichen.
In einem kurzen Interview haben wir die Mitarbeiterinnen des hiesigen Mini-Salzburg-Arbeitsamtes über die bemerkenswertesten Fakten zum Arbeitsmarkt in Mini-Salzburg befragt und geben dies hier in Stichwortform wider:
Arbeitslosigkeit: durchaus auch ein Problem in Mini-Salzburg. Es gab recht lange Warteschlangen, die sich bei der Jobvergabe aber auch wieder schnell auflösten. Sicher auch dank der großen Bereitschaft der Kinder, die angebotenen Jobs auch anzunehmen
Vorlieben - Wunschberufe: ganz oben bei beiden Geschlechtern war ein Arbeitsplatz in der Bank. Wer nach Mustern oder Klischees suchte, wurde auch fündig. Viel gewünschte Berufe bei den Mädchen waren Jobs bei Friseu- und Kosmetikshop oder auch im Einzelhandel. Vielleicht mehr als am realen Arbeitsmarkt gab es einen Run auf die Jobs im Restaurant oder der Milchbar.
Job Image: Hierarchien konnten kaum entstehen, da alle Jobs den gleichen Stundenlohn hatten. Auch die Müllabführ war ein beliebter Job, da man dafür eine eigene Neon-Jacke anziehen konnte und mit einem Wagerl das gesamte Areal abfahren durfte. Last not least trug auch die Jobbezeichnung zur Arbeitszufriedenheit bei: Umweltamt!
Sozialpartner: unter anderem gab es auch eine AK-Niederlassung in Mini-Salzburg. Aufgrund der gleichen Lohnhöhen und der hohen Arbeitsmotivation der Kinder verbunden mit der Tatsache, daß jeder die Menge seiner Arbeitszeit frei wählen konnte, stellte sich aber wenig Handlungsbedarf ein.
Außenseiter: da kein Arbeitslosengeld bezahlt wurde und nur die eigene Währung in Mini-Salzburg in den Geschäften akzeptiert wurden, lag die Motivation Arbeiten zu gehen nahe.
Betriebsgründer: jeder, der 6 Stunden Arbeit und 2 Stunden Studium vorweisen konnte, hatte das Recht auf den Vollbürger-Status. Damit waren dann auch Betriebsgründungen möglich, von denen es einige gab. Manche recht erfolgreich, wie z.B. ein Crepe- und Palatschinkenstandl mitten im Restaurant - sozusagen ein "Shop-in-Shop"-Konzept.
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